16 Verlustarten
Im TPM-System (Total Productive Management) gibt es 16 definierte Verluste, die die Produktivität beeinflussen. Sie sind nach folgenden drei Kriterien eingeteilt:
Acht Verluste der Maschinen und Anlagen:
- Anlagenausfälle
- Rüsten und Einstellen
- Werkzeugwechsel
- Anfahrverluste
- Geschwindigkeitsverluste
- Mikrostopps/Kurzstillstände
- Ausschuss und Nacharbeit
- Geplante Stillstände (Shutdown) oder z.B. vorbeugende Wartungsmaßnahmen
Fünf Verluste der menschlichen Arbeit:
- Managementverluste (durch Versäumnisse des Managements hervorgerufen)
- Bedienerbewegung (schlechtes Layout, Mitarbeiter sind nicht ausreichend in den Prozessabläufen geschult und trainiert)
- Schlecht geplante Linienorganisation (Wartezeiten durch unzureichende Abstimmung)
- Logistikverluste (Rücklieferung von zu viel bereitgestelltem Verpackungsmaterial, unnötiger Transport, Leerfahrten mit Stapler)
- Messen und Einstellen (zusätzliches Messen, Prüfen und Einstellen, um Ausschuss zu verhindern)
Drei Verluste, die während eines Prozesses auftreten:
- Energieverluste (Druckluft, Dampf, Strom, Gas, beim An- und Leerfahren, Leerlauf von Anlagen und Förderbänder)
- Mengenverluste (Bezug: das für die Produktion eingesetzte Material bzw. eingesetzte Rohstoffe)
- Verluste durch Werkzeuge (z.B. durch Produktionsänderungen erforderliche neue Werkzeuge, verschlissene Werkzeuge und Vorrichtungen)